II. Antiquarische Aussatze. 33g
sterische, individuelle Kennzeichenwarens, diesen Gott und jetzt und hier zu be-zeichnen. Sie bedeuteten, aber keine Abstraktion ;cin Individuum deuteten sie an, wie's ohne Schrift»»gedeutet werden konnte. Man gehe die Statuender Götter und die aus ihnen gcsammletcn Allego-rien durch ; man wird sie sammtlich dieser Artfinden.
Es ist hier nicht der Ort, zu untersuchen, obund wie die Griechen ihre Bildnerei von einem frem-den Volk erhielten? sondern was sie auö ihrmachten und wozu sie, da sich die Kunst formte,dieselbe geschaffen glaubte» ? Jupiters drittesAuge vor der Stirn blieb in den Zeiten der Kunstweg, denn es war cin Allegorisches und kein natür-liches Auge. Die Gestalt selbst mußte Jupiterseyn: das übrige konnte Dichter, Priester oder je-der dazu sagen, ders wollte.
Wenn also die Ausleger und Zeichendeutcr mitDeutung der Attribute so fein und reich sind: solasse ichs zwar als Witz und Poem gelten; zweifleaber, ob der Griechische Künstler oder Priester oderAnbeter das dabei dachten? Es war meistens einhistorischer Umstand, der dem Gott eineneignen Namen gab und den nun dies eigne Attri-but bezeichnen sollte. ,,Du bist nicht Jupiter, du,sondern mein, unser Jupiter, der du d a warst!"also eigentlich ein Abgott. Je fiiner meistens dieAuslegung der Allegorie, desto unwahrer. —
Freilich war um einen Gott und Helden soleicht nichts, was nicht Gedanken erweckte, und bei
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