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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

nicht die abstrakte Liebe, die dasteht, sondern derGott, die Göttin der Liebe: nicht die FrauGottheit und die Zungsrau Tugend, sondernMinerva, Juno, Venus, Apollo und wiedie h ö c h st b e st i m m t en Namen , Gebildeund Personen ferner lauten. Dem müßigen Kopf,der d.n Redner, den Dichter, den Mahler allegori-sirt, kann ichs vergeben; der mir aber hier bei derBildsäule, wo im höchsten Grad alles substan-ziell, w a h r und bestimmt ist, Fledermäusehascht, die nicht Kunst sind noch Dichtkunst, webetSeele noch Körper; dem mags von den allegorisir-ten Göttern selbst vergeben werden.

Wenn eine Kunst uns bei Substanz und Wirk-lichkeit festzuhalten vermag, ists diese: und wird sieGespenst, was sollte nicht Gespenst werden? Deralte Künstler konnte Verschiedenes an VcrschiedneMstudiren (und nur einem Neuern hats fremde ge-dünkt, wie er so etwas konnte und Mußte ?) Aberwenn er nun schuf, so ward das Verschiedene einEins, mit Haltung und Seele aus seiner Seele.Er sprach zum Felsen: wandte, sei die Person,lebe. So sah alle Abgötterei die Kunst an. Dereinzelne bestimmte Gott war gegenwärtig undhörte. So Nannten die Griechen die Statuen.Es war nicht mehr Apollo allgemein, geschweige dieliebe Sonne, oder die pcrsonisicirte Dichtkunst; eswar der Apollo, Smintheus, DeIius, P y-thius, wie es Ort und Attribut sagte.

Diese Attribute waren so wenig Allegorie (wiewir nach der Poetik das Wort nehmen) , als Her-kules Keule oder die Nase unsers Angesichts; hi-