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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

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ihrer Götter und Herren, wie es sich nachher nichtdie Hand, sondern der Geist, die erschütterte, durch-regte Einbildungskraft sammlet. Alles Unendli-che dünkt uns erhaben, und jedes Erhabne mußgewissermaßen Unendlichkeit, ein Nachbild je-ner Erscheinung gewahren,da der Geist vorbei gingund die Haare grausete», ein Bild stand demSchauenden vor Augen, und er kannte dessen Ge-stalt nicht und hörte eine Stimme." Brammaverlangte das Haupt des höchsten Gottes Jxora zusehen, und flog so hoch er konnte. Da begegnetenihm drei Blumen von Jxoras Haupt und fragtenihn, wohin er wollte? Er sagte, daß er gehe, Jxo-ras Haupt zu sehen und die Blumen antwortetenihm: mache dir keine vergebliche Mühe, denn obwir wohl noch dreimal so lang geflogen waren, vonder Stunde an da wir von Jxoras Haupt nieder-fuhrcn, so würden wir nicht so weit seyn, daß wirseine Füße sehen möchten. Und Bramma ließ abund bat die Blumen, Jxora zu sagen, wie ihnschwindle, höher zu fliegen. Vislnu begehrte seineFüße zu sehen und grub so tief in die Erde, bis erzur großen Schlange des Abgrunds kam und schrek-kenvoll zurückkehren mußte, und also beide Göttermit lauter Stimme bekannten, daß niemand scy,der sein Haupt und Füße zu sehen vermöge.So erzählt Indien, und konnte nun Griechenlandseinen Jupiter anders als Kollossalisch bilden, wenn,so weit es die Form zuließ, er nur einigermaßendie Idee des Unendlichen erwecken sollte? Als Phi-dias also hinaufgerückt ward, Jupiter zu sehen, kamaus seiner Seele das Bild dessen, den, ob er wohlin Tempeln thront, kein Tempel umfasset.

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