II. Antiquarische Aussätze.
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hinunter, schuf ihr irdische Form an, und erhielt sieeinige, wiewohl kurze Zeit, lebend. Nun wardsie Abgötterei), sodann Kunst, sodann Hand,werk, und endlich die Grundsuppc von Allem,Kennerey, Trödelkram und Kunstgew a-sche. Die Dadalus und Phidias gehen vor, die-Praxiteles, Mprons und Lysippe folgen; sodannwirds Nachklang oder Nachschmack oder noch-etwasAergeres. Niemals gclingts uns hier, die Zeitenumzukehrcn, und es ist thöricht, die Dadale in Ly-sippen umschaffen zu wollen. Sind jene erst da,so werden diese kommen, denn ohne jene konntendiese nicht werden. Die gerade Linie bleibt im-mer die erste und Hauptlinie, um die sich der Reiznur schwinget.
2. Ko lossalische Figuren sind der bil-denden Kunst nicht fremde und unnatürlich, sondernvielmehr gerade ihr eigen, ihres Ursprungsund Wesens. Die Bildsäule steht in keinemLichte, sie giebt sich selbst Licht; in keinem Raume,sie giebt sich selbst Raum. Folglich sollte man siehier mit der Mahlerey auch nur nicht verglei-chen, die ja auf der Flache, auf einer gegeb-nen, übersehbaren Lichttafel, und ja alles nuraus Einem Gesichtspunkt schildert. 'Die bildendeKunst hat keinen Gesichtspunkt: sie ertastet sich AllesGlieder - und Formenweise im Dunkel; gleich vielalso, ob sie etwas langsamer und langer taste. Janicht blos gleich viel; sondern der Eindruck vonGröße, Ehrfurcht, und unübersehbarer-nur von außen und gleichsam nie ganz zu er-lastender Gestalt ist ja das eigentliche Bild