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II. Antiquarische Aufsätze.
sprungc der Kunst treu blieben, so fern sie ihm treubleiben mußten, und daß die Methode zu modelliren,die Michael Angelo gebrauchte und Winkel-mann so sehr rühmet, *) nichts als das scy, wo-von wir reden. Nämlich „das jeder Form und Beu-„gung sich sanft anschleichende und anplätschernde„Wasser wird dem Auge des bildenden Künstlers„der zarteste Finger," der durch den Widerscheingleichsam an mehrerer Runde, schwebendem Zauberund Lieblichkeit viel gewinnet. Ich könnte sagen,daß die so natürliche Vielförmigkeit der Grie-chischen Bilder, da jeder Muskel schwebt, danichts Tafel wird und keine Seite, keine Viertheil-seite des Gesichts, wie die andre, folglich auch niedurch Kupferstiche, Zeichnungen, Gemählde darzu-stellen oder zu ersetzen ist, uns Zug für Zug undfast unwillkührlich auf jede weiche Stelle, jede zarteForm tastend ziehe u. dgl. Wozu aber Alles,was sich, wenn mein Satz wahr ist, jeder selbstsagen kann und wird.
Ich schließe mit einigen allgemeinen Anmerkun-gen über misverstandne, folglich scharfbestrittene Ge-genden der Kunstgeschichte.
r. Die bildende Kunst, sobald sie Kunst wirdund sich von d. i. religiösen Zeichen und
Denkmalen, Klötzen, Hölzern, Steinhaufen, Pfei-lern, Säulen entfernt, muß notwendig zuerst ins
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') Gedanken über die Nachahmung. S. all. f.