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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

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seine Gründe gelten. Jsts ein Metaphysisch - undPhysisch erwiesener Satz,daß nur körperlichesGefühl uns Formen gebe," so müssen die Ab-leitungen desselben in jeder Kunst und Wissenschaftwahr seyn, gesetzt, daß sie auch nicht so mancheneue Berichtigung und Erläuterung gaben , als, michdünkt, diese der Bemerkung erfahrnerer Forscher ge-wiß noch geben können. Versuche es der Schülerder Kunst, und wo seinem Gesicht in der Form et-was dunkel, widersinnig und zweifelhaft scheinet, oderwo er zu flattern und überhin zu gleiten befürchtet:er versuche und lege den Finger seines innern Sin-nes an, um nach Gestalt des Geistes in dieserForm zu tappen, wo er nicht erkennen konnte: istseine Seele rein und still und sein Sinn zart, sowird er bald Aufschluß des untrüglichen stummenOrakels hören und seine Hand wird, wie von selbst,streben, nachzubildcn, was er erfaßt hat.

Ich könnte meinen Satz durch die Geschichteder Kunst führen und über das Wort Plastik undTorcvtik, über und si^rinin,

und LULlatrrram, u. f.

trefflich metagrabolisiren. *) Ich könnte zeigen, daßdie Bildhauerkunst überall nur so habe entstehen kön-nen, wie sie bei unfern Kindern entsteht, in derenHänden sich Wachs, Brot, Thon selbst bildet: zei-gen, daß die Griechen in ihren Modellen dem Ur-

*) Ich verstehe weder Sinn, noch Ableitung desWorts; noch was dafür zu setzen seye.