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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsatze.

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sind also Metaphysisch und Physisch, Mo-ralisch und Plastisch völlig dieselbe. EiltMensch im Morgen des Jahrs wie des Lebe N s,im Frühlinge der Bewegun g wie der Hand-lung, ist immer Ein analoges Geschöpf, die schö-ne Mitte zweier Extreme. Der Schwan, der sichuni die Leda schlingt, und Lcda, wie sic ihm zu-wallct, Danae, wie sie den Regen erwartet, nichtwie beide von beiden die Frucht zeigen, bilden Lini-en des Reizes. Für ihr theuerstes Bedürsniß spartedie Natur also ihre reichsten Schätze auf, und wiejener heilige Schriftsteller sagt, die Glieder derUnehre schmücket man am meisten.

Ich habe noch Ein Wort über das, was Standoder Fall des Körpers ist, zu sagen. Allen stehtder Kopf auf Schultern; aber nicht allen steht ecdarauf gleich. Bei allen ist im Mittelpunkt derSchwerpunkt, aber gewiß fallt bei allen das Gliedcr-gebau nicht gleich aus denselben. Wir stehn alleauf den Füßen; großer Unterschied aber, wiederKörper auf sie fallt, auf ihnen ruhet, wie sich derFußtritt drückt. Dieser ganze Stand und Fall desKörpers ist ungemein bedeutend. Er Zeigt ganz na-türlich, die Glieder, die hervottreten oder sich verber-gen, die wie von Natur und unwillkührlich gleichsamzuerst sprechen, oder die die da schweigen, als wa-ren sie gar nicht. Hiernach bestimmt sich der Gan qdes Menschen, der für Physiognomisten und Anti-physiognomisten so karakteristisch ist: hiernach, wieein Mensch auftritt und sich zeigt, oder sitztund ruhet. An Göttern und Faunen, Helden undSatpren, bewiesen auch hierin die alten Künstler