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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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3rä n. Zsntiquarische Aufsatze.

und Handcn. Nichts steht übler, als ein gebeugterBauin, oder eine krumme Säule: auch die Handdes Blinden will sie auftichten: denn sie ist gefal-

len und kann zerschmettern. So ist auch ein krum-mer Hals, krummer Rücken und krumme Beinegerade das, was in der Menschlichen Gestalt denEindruck des fe ste n S t a n d es und der eiufa-eben E r habcnheit am meisten mindert. DerHaupttbeil unsers Gesichts, der vertritt und dieganze Form desselben bildet, ist eine gerade Linie,die Nase und die Schiefheit derstlben macht einenlächerlichen Eindruck. Man kann zu einem Gesichtmit schiefer Nase fast nicht reden.

Die Linie der Vollkommenheit ist derKreis, wo alles aus Einem Mittelpunkt strahletund in ihn zurückfallt, wo kein Punkt dem anderngleich ist und doch Alles zu Einem Kreise wallet.Wo es anging, hat die Natur die Linie derRichtigkeit mit dem Kreise der Vollkom-menheit umwunden. Sv verjüngte sie Pflanzenund Baume: so strahlt die vollkommene Sonne, undes wölbt sich der umfassende Himmel, und der Tro-pfe rundet sich, wie die Erde u. f. So hat sieauch am Körper die Linie der Festigkeit mitR undheit umkleidet: Arm und Beine, Finger

und Hals zusammt dem Himmel, den er tragt, sindgeründek: jeder Bruch, jede Ecke und Winkel die-ser Theile sind unerträglich.

Da aber die Gesäße hienieden der Vollkom-menheit nicht fähig sind, und die Linie der rich-tigen Nothdurst sie immer überwältigend zu