II. Antiquarische Aufsätze. 3r5
perücken, ich glaube mit Panzern, in Topferton ge-bildet — ohne Zweifel, das wahrest? Gebilde desLandes.
Doch wozu weiter die unnützen Klagen, die dochauch kein Griechenland schaffen werden? lieber zurSchönheitslinie zurück, die ja ganz unterunfern fühlbaren Formen zu verschwinden schien. —Mit Nichten verschwand sie, hier eben finden wir siew ahr und körp er li eh wieder. Mathematik istdie wahrste Wissenschaft, nur durch Physik wird sielebendig, so wie Zahl nur in Dingen, die gezähltwerden, da ist. Und wenn eö allerdings einen Ma-thematischen Grund geben muß, warum die Schön;hcitslinie schön ist, wie doppelt angenehm wird eSseyn, den abstrakten Grund in jeder concreto»sten Form bestätigt zu sehen.
Die gerade Linie nämlich ist die Linie derFestigkeit, das sagt uns Sinn und Auge. EinThesl ruhet auf dem andern, hangt am andern,unterstützt und wird unterstützt:, so wohl senk-als waagerecht hat die Natur daher, wosic Festigkeit nöthig hatte, diese Linie gewahlct. Sowachst der Baum im Stamme, und ruhet verjüngtyuf sich selbstdas Vorbild der Festigkeit und derschönen Säule. So liegt, wo Base nöthig war,Stein, Erde und selbst das Meer, in Gleiche. Soist auch beim Menschlichen Körper, wo Basis nö-thig war, Fußsohle: wo erhabne Festigkeit seyn solle,gerader Stand an Fuß, Schenkel, Hals, Arm