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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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K. Antiquarische Aussatze.

sich lehne und etwa seinen geschundenen Rücken rei-be! An einem berühmten Orte Deutschlands ist derParadeplatz mit Statuen umgeben, Griechische Hel-den, mit neuem spitzen Knie und der Jstummel; ichweiß nicht, warum die Kamaschcn und die Grcna-diermütze und das präsentirte Gewehr und der Kom-mißrock fehlen? Sonst halte ichs für trefflich, jederSchildwache Statuen vorzusetzen: das Geschöpf hat

Zeit, an ihnen Apollo und Jupiter zu werden.

O des erstickenden edlen Dampfs, den mancheNeue Griechcnlandcr ihren kargen Besvldcrn umsTaglohn darbringen! Als obs nicht mit Händen zufassen wäre, daß in niemand der Geist des andernübergehen kann, der mit ibm nichts gemein-schaftlich es hat, so wenig als Leben in denStein und Blut in die Pflanze? Jeder Jüngling,der vor'm Griechischen Heroen stand, hatte in denschönen Zeiten Griechenlands Weg und Hoffnungseine Statue zu erhalten. Götter und Helden wasreu alle aus ihrem Geschlecht , ihre Vorfahren, ihresGleichen. Ein Spiel, ein Kampf konnte den Jüng-ling neben ihn stellen und der Künstler arbeitete sodann für seine Stadt, für sein Volk, für den gan-zen Griechennamen. So sang Pindar und setzte sei-nen Gesang über Statucnlob und Schöne. So sa-hen, so hörten die Griechen den Künstler und denDichter, und wie sehen, wie hören wir? Es istwundersam, wie selten uns nur einMensch erscheint,und wie noch seltner Mensch einen Menschen um-fasset, und ihn so lieb gewinnt, daß er ihn mitsich trage und ihn der Ewigkeit gebe. In einem be-rühmten Garten sind die Nationalprodukte, Alonge-