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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

fern Tagen als einen Menschlichen Charakter zu er-fassen, wie er ist, ihn treu und ganz zu halten undfortzuführen? Da muß uns immer die Liebe Ver,nunft und Moral, wie das Licht und die F^be, zuHülfe kommen, weil er auf feinen Füßen nicht ste-hen will und sich von Seite zu Seite, wie ein Ge-spenst, verändert. Das macht, wir sehen so viel,daß wir gar nichts sehen und wissen so viel, daß garnichts mehr unser, d. j. etwas ist, was wir nichtgelernt haben konnten, was mit Tugenden undFehlern aus unstrm Ich entsprang. Heilige Nacht,Mutter der Götter und Menschen, komme über uns,uns zu erquicken und zu sammeln. ldion mnlts,seel mrrlnrw. Mit welchem tiefen Verstände und stillenTurchgefühle arbeiteten R aphack und D ome-nichino an ihren ewigen Werken. Nicht Gc-mahlde; Dadalus Bildsäulen sind sie, und wan-deln und leben.

Das wills also nicht thun, daß wir unfern Kin-dern etwa von Jugend ans, Wach» und Thon indie Hand geben, obgleich auch damit schon etwasgethan wäre und vielleicht niemand zeichnen sollte,der nicht als Kind lange gebildet und gespielt hatte.Alle ersten Zeichnungen der Kinder sind Gebildeauch auf dem Papier. Nachäffungen des ganzenlebendigen Dinges, ohne Licht und Schatten, densie vielmehr im Anfänge gar nicht begreifen, nochAnsehen können, warum er da sei und ibr schönesBild verderbe? Er ist ihnen also in der Naturnicht: ihr Auge stehet, wie ihre Hand fühlet. DieNatur geht noch immer mit jedem einzelnen Men-schen, wie ste mit dem ganzen Geschlecht ging, vom