3rc> II, Antiquarische Aufsatz?,
be der Herbstluft zur Seelenform eines MenschlichenKörpers hatte phantasiren wollen, Kein Glied vor?Einem ihrer Götter kann einen andern Gott, keineStellung ibrer Handlung einen andern Charakterbedeuten, als da steht. Ein Geist hat sich überdie Statue crgvßen, hielt die Hand des Künstlers,haß auch das Werk hielt, ryrd Eins ward. Wer(um so gleich ein Schwerstes anzuführen) wer je amberühmten Hermaphroditen stand und njcht fühlte §wie in jeder Schwingung und Biegung des Körpers,jn allem, wo er berührt und nicht berührt, bacchj-scher Traum und Hermaphroditjomus herrschet, wieer auf einer Koster süßer Gedanken und Wohttustschwebt, die ihm, wie gelindes Feuer, durch seinenganzen Körper dringet — wer dies nicht fühlte unh.in sich gleichsam unwillkührlich den Nach- oder Mit-klang desselben Saitenspiels jvahrn.ahm; dem könnenmeine nicht und keine Worte es erklären. Ehen das.ist das so uygemejn Sit he re und Feste des ei-ner Bildsäule, daß, west sie Mensch und ganzdurchlebter Körper ist, sie als That, zu.uns spricht, uns festhalt und durchdringend unserWesin, das ganze Saitenspiel Menschlicher Mitem-pfindung wecket.
Ich weiß nicht, ob ich ein Wort wagen und.es Statik oder Dynamik nennen soll, was da.von Menschlicher Seele in den Kunstkörpcr gegos-sen, jeder Biegung, Senkung, Weiche,Harte, wie auf einer Waage zugewogen, injeder lebp und beinahe die Gewalt hat, unsre See-le in die nämliche sympatetische Stellung zuversetzen. Jedes Beugen und Heben der Brustund des Knies, und wie der Körper ruht und in