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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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309
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II. Antiquarische Aufsätze. Zog

sollen ihn nur in seinem Zorne sehen, auf die lieb-lichste Weife mit Freundschaft, Liebe, Vertraulich-keit und Saitenspiel vermählet. Der Göttliche Ulys-sesmit seiner breiten Brust und Schultern, alsAgamemnon, der als ein dickwolligcr Widder zwi-schen den Reihen der gelagerten Heerde auf- undabgeht: Mcnelaus, der, wenn er stand, mit brci-ten Schultern dem Ulysses vorragte, aber wennbeide fassen, schien Ulysses der Ansehnlichere"in solchen zwey Zügen, vom müssigen Thurm gezeich-net, sieben sie leibhaft da und zeigen nachher nur diebestimmte Form ihrer Glieder in bestimmtereinzelner Handlung. So Homer: und daßnicht bloß der Epische Dichter also schildert, weilihn die Handlung fortrcißt, sondern die Griechensich nie Schönheit als in bestimmter Formdachten, mag uns selbst Anakreons Bathylluslehren. Ein Liedchen der Wollust, denkt man,kann doch wohl am ersten ein gesammlcter Duft,ein schwebendes Gewebe, eine Blumcnlese seyn vonmancherlei Traumzügcn: es ists und ists nicht. Essaugt von vielen Blumen den Honig, aber zu einersehr bestimmten Gestalt: der Jüngling verwandeltsich plötzlich in einen Apollo, oder vielmehr Apolloin den Jüngling und die Statue steht da.

Ohne Zweifel hat dies außerordentlich B e-stimmte, treu Erfaßte in der Form jederStellung, jedes Charakters den Griechen zu derHöhe der Kunst geholfen, die seit der Zeit nicht mehrauf der Erde erschienen ist. Sie sahen als Blindeund tasteten sehend: durch keine Brille des Systemsoder Ideals, das etwa ein schwebend Spinncngewc-