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II. Antiquarische Aufsätze.
der tastenden Hand dar. Lasset eine Figurdenkend, sinnend, da stehn; so gleich senktsich das Haupt, das ist, die untern Thcilc desGesichts ziehen sich, wie in den Schatten zurück,und die Stirn wird Haupttheil. Auch ohneFinger an der Nase sagt die Gestalt: ich denke.
Laßt einen Imperator vor sich sehen, daß sein Blickbefehle; sofort wird dieser Blick das laute Wortdes Gesichts, das Auge wird Haupttheil:daher sind auch an der Juno die Augen so schönund groß gebildet, denn cs ist der königliche Winkihres Daseyns.
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Laßt einen Apollo Zorn fühlen und schreiten:sofort treten die Theile seines Körpers hervor, dieedles Selbstgefühl und Gang zu seinemZwecke andeuten: die Nase weht lebenden Othemund macht Raum vor sich her: die Brust, einschöner Panzer, wölbet sich edel: die muthigen, län-ger» Schenkel schreiten: die andern Glieder zieh»sich gleichsam bescheiden zurück, denn sie sind nichtin der Handlung. Eine Gestalt soll verlangen,bitten, wünschen, flehen mit ihrem Mun-de; unvermerkt beugt dieser sich sanft vor, daß aufihm Hauch, Gebet, Verlangen, Wunsch, Kußschwebe. Selbst bis zum Ohre, wenn es horcht, er-streckt sich diese feine Bewegung und Andeu-tung. Die Form des handelnden Gliedesspricht immer: ich bin da, ich wirke. Und ist diesim feinen zarten Gesicht, um so mehr ists imganzen Körper. Wie kann die Hand befehlen,