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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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305
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ll. Aniiguarische Aufsätze.

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Philosophen und gebt ihm eine Stirn, die nicbcdenke, einen Herkules und senkt ihm keine Kraftzwischen die A u g c n b r a u ne», ncch in den Hals,noch in die Brust, noch in den ganzen Körper:eine Venus, und mit abscheulichem Profil, Han-genden Brüsten und Hangendem Munde: ei-nen Bacchus der Alten, wie er auf unfern Weinfäs-sern sitzt; jedes gemeine Auge wird hier in Hand-lung fühlen, was ein feiner Sinn in den Ge-stalten an sich, auch ohne Handlung gefühlthatte, nehmlich, daß sie ihren; Zweck nicht ent-spreche», daß eine Göttin der Liebe ohne Reiz, eineDiana ohne keusche Schnelle, ein Apollo ohne In,gendmuth und Stolz, ein Jupit.r ohne Holnit undEhrfurcht abscheuliche Geschöpfe scyn. Was nun ineinzelnen Charakteren und Handlungen zutrifft,muß gesammlet auch allgemein wahr seyn: dennalles Allgemeine ist nur im Besonder», und nur ausallem Besonder» wird das Allgemeine. Schönheitist also nur immer Durchschcin, Form, sinnli-cher Ausdruck der Vollkommenheit zumZwecke, wallendes Leben, Menschliche Gesundheit.Je mehr ein Glied bedeutet, was es bedeuten soll,desto schöner ists, und nur innere Sympathie,d. i. Gefühl und Versetzung unfers gan-zen menschlichen Jchs in die durchtastcte Ge-stalt ist Lehrerin und Handhabe der Schönheit.

Wir finden daher, daß jedesmal, wo EineForm, Ein Glied vorzüglich bedeuten soll, da tretets natürlich den ander» etwas vor: cs beut sichgleichsam selbst und z u c r st und vorzüglich

Herders Werke Lik. u> Kunst. XI.

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