II. Antiquarische Aufsätz?.
Vierter Abschnitt.
Die Absicht des Vorigen ist wohl weder Lob-rede der Schönheit, noch Beschreibung der Antike,um wenigsten -Pbysiognomik gewesen, du ich wederKünstler, noch Antiquar noch Pbvstognom bin undallgemeine unbestimmte Ausdrücke zu keinem vondreien etwas betragen. Der simple Satz war meineAbsicht: „daß jede Form der Erhabenheit„und Schönheit am menschlichen Kör-„per eigentlich nur Form der Gesund-heit, des Lebens, der Kraft, des Wohl-heyns in jedem Gliebe dieses kunstvol-hen Geschöpfes, so wie hingegen Alles„Haßliebe nur Krüppel, Druck des Geistes,„unvollkommene Form zu ihrem Endzweck sey und„bleibe. " Die Wohlgestalt des Menschen ist alsokein Abstraktum aus den Wolken, keine Eompositiongelehrter Regeln oder willkührlichcr Einverständnisse;sie kann von jedem ersaßt und gefühlt werden,der, was Form des Lebens, Ausdruck der Kraft imGefäße der Menschheit ist, in sich oder im an-dern fühlet. Nur die Bedeutung innererVollkommenheit ist Schönheit.
Um Wiederholungen zu vermeiden, lasset unsdie vorhergczeigte Menschengestalt in Handlungsetzen, und wir werden gewahr, jedes Glied spre-che und jcmehr cs seinem Zweck entspricht, um sovollkommener und schöner sey es. Bildet einen
Philo-