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II. Antiquarische Aufsätze.
denen der Finger des Bluts und Lebens schlage?Uebcrhaupt ist die Gegend, wie Augcnbraune, Naseund Auge sich verhalt, die Gegend des Winks derSeele in unserm Gesicht, d. i. des Willens undpraktischen Lebens.
Den edlen, tiefen, verborgenen Sinn desGehörs hat die Natur seitwärts gesetzt und halbVerborgen; der Mensch sollte nicht mit dem Antlitzfür andre, sondern mit dem Ohre für sich hören.Auch blieb dieser Sinn, so wohlförmig er da steht,unge ziert: Zartheit, Ausarbeitung und Tiefe istseine Zierde; weh ihm, dem große Lappen des Ele-phanten zu beiden Seiten herabhangcn, oder weiseMidaSbrabcvmcn zu beiden Seiten gethürmt sind.der muß wohl hören und urtkeilcn, denn seineOhren sind groß. — Ucbrigens überlasse ichs denNaturkundigen, ob dieser Sinn durchs Anpresscnund Nichtüben nicht so verloren habe, wie das Ge-sicht durchs Skubenblinzcln und Brillenbrauchen.Ist dies; so kann, was schädlich ist, niemalsschön sey».
Endlich komme ich zum Untertheil des Ge-sichts, den die Natur beim männlichen Geschlechtabermal mit einer Wolke umgab, und mich dünktnicht ohn Ursach. Hier sind die Züge zur N 0 l h-durft, oder (welches mit jenem eigentlich Eins ist)die Buchstaben der Sinnlichkeit im Gesicht,die bei dem Manne bedeckt seyn sollten. Jedermannweiß, wie viel die Oberlippe über Geschmack,Neigung, Lust - und Liebesart eines Men-schen entscheide: wie diese der Stolz und Zorn krüm-me , die Feinheit spitze, die Gutmüthigkeit ründe,