II. Antiquarisch? Aufsah?.
di? erheiterte Stirn dcn Traum des mühseligen Er-denlebens rufe, — gewiß so ists ein schöner Traumund ich habe noch keinen Ochsen am Pfluge odereinen Herkules am Ruder des Staats gesehen, demdiese Stützen seiner Ruhe und diese Waffen seinesStreits gemangelt hatten. Oft sind sie schon anSäuglingen da und prägen ihr Schicksal, von demdann freilich das aufgeschlagne Buch, die flache,lichre, runde, hellumgranzte Stirn kein Wort weiß.—
Unter der Stirn steht ihre schöne Gränze, dieAugcnbraune: ein Regenbogen des Friedens,wenn sie sanft ist, und der ausgcspanntc Bogen derZwietracht, wenn sie dem Himmel über sich Zornund Wolken sendet. In beidcm Falle also Ver-kündigerin der Gesinnung und Bote desHimmels zur Erde. Was vom Haar allgemein ge-sagt wurde, gilt von diesem Faden der Haare, siemögen Furie oder Grazie seyn, auszeichnend. Hierwohnen gewiß Engel in jedem friedlichen sanftenHärchen; oder Flammen steigen auf ihnen empor.Was an ihnen die Halbkugeln, die Igelborsten, dieWirbel, die Grccq-Figuren für Eindruck machen,kann wohl keine Feder schreiben. Und wie schwimmtGegcntheils Auge und Hand so sanft die linde fried-liche Augenbraune hinunter^ sie gleitet hinab, wiederKahn des Lebens in schöner Morgen - oder Abend-röthe. Ich weiß nicht, was für ein Wink demVerständigen angenehmer, anziehender seyn könne,als hier ein scharfer, fester und doch sanf-ter Winkel zwischen Stirn und Auge. Er giebcdem Profil einen unaussprechlich interessanten Zugund ist der Hügel, auf dem sich Genien und Gr»