II. Antiquarische Aufsätze. 2L7
den läßt sich allerdings vieles, und bei einem mit"dem Beil zugehauenen, oder zum wässrigen Kürbishinausgeschossenen, oder zur leeren Dunstkuqel geplat-teten, oder zu einem spitzigen Thersileshocker binauf-gcschrobnen *), oder endlich gar zur brennenden Vul-kanuslwle cyklopisirten Kopfe ahndet man mit Schauer.Mich dünkt indessen, das umfassende Gefühlfliehe die Linien. Die kleinste Wendung, dasmindeste Weiterhinfüblcn kann uns (sehr cntfchiedneFalle ausgenommen,) den blos sonderbaren Menschenoft zum Gott, oder den Enge! zum Teufel machen.Welcber Mensch weiß, was imMenschcnist, ohne der Geist des Menschen,der in ihm ist? Durch die kleine Hohle, Dhr,und durch das, wa§ nur Anschein einer Pforte ist,Auge, kommen zwo Wundcrweltcn von Licl)t undSchall, von Wort und Bildern in unfern Himmelvon Gedanken und Kräften, die das wartende Meerdesselben wunderbar durchw.ben, cs erheben, schei-den und theilen, daß die äußere Hülle dieses Scha-tzes, und wäre sie auch zart wie eine Seifenblase,nimmer statt eines sichern und ganzen Ausle^gers senn kann. Welcher Pallast oder Kaste vollGeheimnisses hat aufgeschri-ben, was in ihm wohnetund wo das Innere von der Natur ist, daß cs nichtausgeschrieben und von außen bemerkt werden konn-te? Und was wäre dies eher, als die Wohnungund Werkstatt der geheimsten göttlichen Kräfte? DasGesicht ist Tafel und spricht, was es sprechen soll:was tiefer liegt, was die Gottheit selbst mit Nachtbedeckte — sorutari, gairs riskas.
*) Hiaä. 8. v, 219.