II. Antiquarische Aufsätze. W5
Dach qnug geredet. Wir treten an die Bild-säule , wie in ein heiliges Dunkel, als ob wir jetzterst den simpelsten Begriff und Bede u-tung der Form und zwar der edelsten, schönsten,reichsten Form, eines menschlichen Körpers,uns ertasten müßten. Je einfacher wir dalni zuWerk gehen, und wie dort Hamlet sagt, alleAlltags --Kopien und daS Geniabl und Gekritzel vonBuchstaben mit Zügen aus unfern, Gehirn wcgwi-schen * **) ): desto mehr wird das stumme Bild zu unssprechen und die heilige kraftvolle Form, die aus denHänden des größten Bildners kam und von seinemHauch durchwehet dastand, sich unter der Hand, un-ter dem Finger unsers innen, Geistes beleben. DerHauch dessen, der schuf, wehe mich an, daß ich beiseinem Werk bleibe, treu suhle und treu fchr.ibe! —
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Was im Haupt, unter dem Schädel ei-nes Mensche» wohne, welche Hand kann cs fassen!welch ein Finger von Fleisch und Blut diesen Ab-grund inwendig gahrender oder stiller Kräfte ertappenan der äußern Rinde! die Gottheit selbst hat die^se heilige Höhe, den Olpmpus oder Libanon nnferSGewächses, als den Aufenthalt und die Werkstatteihrer geheimsten Wirkung mit einem Haine*") be-
*) — all trivial loncl i'SLoräkall savvs ok books, —-
**) Das Haar,