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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

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Wie weit sind die Formen der Skulptnr oderdie Gestalten der Mahlerei einförmig undewig, oder den Modebegriffen verschiede-ner Zelten und Völker unterworfen undmit ihnen wandelnd?

Antwort. Die Formen der Skulptur sind soeinförmig und ewig, als die einfache reineMcnschennatur; die Gestalten der Mahlerei,die eine Tafel der Zeit sind, wechseln ab mitGeschichte, Mcnfchenarl, und Zeiten.

Wenn ein ganzes Land gespitzte Schnürlciberund kleine Sincsifche Füße für schön hielt, vor ih-nen auf Ruhebetten und Sopha's, wie vor Altärendes Reizes kniete; fetzet die Füße als Bildsäule aufsPostement, und wenn ihr wollet, die engen Schuheund Stelzenabfätze drunter, und es darf kein Wortmehr über sie gesagt werden; sie sprechen selbst. Unddie spitze Schnürbrust und der heraufgezwängte Bu-sen und der thurmhohe Kopfputz und der breite Zcl-tenrock desgleichen. Im gemeinen Leben kann Eini-ges von diesen und wenn ihr wollt Alles, durch N e-ben begriffe, durch frühe und alte oder neueGewohnheit gewinnen. Das kleine Gesicht kannunter dem hohen Kopfputz, der Busen über demTrichter vom Leibe, der kleine Fuß unter dem brei-ten Zelt wohl thun, das ist, wie der große Montes-quieu sagt, die Imagination aufwccken, daß sie her-