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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

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Mißgeburten, weil sie keine Apollos sind; dieMen nicht also. .Ihnen war hier das Schwänz-chen , dort der Bockfuß , hier das Hörnchennicht eckel, wenn das Bild nur da stand, wohin esgehörte; uns Neuern soll alles Altarblatt im Tem-pel der heiligen Thcoria werden. Selbst das ca-lcdonische Schwein war gut und verdiente eine In-schrift, wenn es war, was es seyn sollte.

Wo die Alten Häßlichkeit vermieden, war, wosie vermieden werden muß, in Menschlichenzumal Göttlichen Körpern. Da haben Les-sing*) und Wtnkelmann**) es genug erwie-sen, wie sie auch im Affekt, im Leiden, im Miß-tone, so viel möglich, die Mißsorm vermieden.Sie wählten den besten Augenblick, stimmten dashöchste zum Sanften hinunter, oder mischten einFremdes als Linderung in die Züge. So Mcdea,Niobe, Lavkoon. Philoktet hinkte, aber noch einHeld, der auch also gesehen zu werden verdiente.Alexanders schiefen Hals wandte Lisyppus, daß ernach dem Himmel sah und sich als Herren der Weltfühlte. Die Nachahmung 7-0 war bei

Strafe verboten. Der Sieger mußte dreimal gesiegthaben, wenn ihm die Iko nische Statue erlaubtwar; eine veredelte war ihm erlaubt bcym erstenSiege. Mich dünkt, dies .waren die besten Wegeund die besten Schranken, Häßlichkeit der Formenzu vermeiden: eine Häßlichkeit, die leicht vermieden

*) Laokoon: S. 9. u. f.

") Gesch. d. Kunst. S. istu. u. f.

HetdersWerke Lit, u. Kunst. XI. S

Köm. H-rt.