272 II. Antiquarische 'Aufsatze.
und untersagen, weil das Geschöpf Gottes ihm häß-lich dünkt und er sich für der Spinne fürchtet?Wie manches edle Pferd hat mehr die Statue ver-dient, als sein Reiter! 8uch hat Pindar ihm oftUnd ja unser Herr Gott selbst ihm die prächtigsteEhrensaule gestellet. *) Allerdings hat jedes Thier,von je schönerer, unabgebrochener Form es ist, jeMehr cs sich schlingt und windet, je naher es endlichGöttern und Menschen kommt, und zu ihren Füßendienet, auch so mehr Recht auf Bildung vonmenfchlichen Händen; aber das versteht sichvon selbst, und ein treuer Hund, ein schönes Pferdwird ohne Zweifel lieber und mehr gebildet werden,als ein gepanzertes Nilpferd oder der Knochenbergvom Elepbanten. Ihrer Natur nach und an ihrerSteile ist aber die Eidechse so unhäßlich als Lcda'sSchwan oder der Delphin, der sich um den Fuß derMecresgöttin schmieget. —
Auch hier unterschieden die Begriffe der Altenfeiner und wahrer. Ein CeNtaur, ein Mino-taur, warum sollte er nicht gebildet werden? Siehe,wie schöne Ueberschriften die Griechische Anthologieauf beide liefert, wie mächtig schön ihr der Menschaus dem Pferde hcrvorgeht und der Mensch sich mirdem Pferde bäumet! **) Silencn, Faunen, Sa-tyrs , — wir ecklen Neuern nennen sie häßliche
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*) Hiob Zg, rg—LS.
") ilutdol. I. IV. o.