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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsähe.

unscrm Gefüllt also graulend verbildete, daß diesuns überginge, uns zerrisse und mit Eiter und Ab-scheu salbte ich linifi snr den Henker unsres Ver-gnügens keinen Namen. Dort kann ich m.in Augewegwenden und mich an andern Gegenständen erho-len; hier soll ich mich blind und langsam durchtasicn,daß alle mein Fleisch und Gebein sich zernagt fühlet,und der Tod durch Meine Nerven schauert!

Aristoteles entschuldigt häßliche Vorstellun-gen in der Kunst durchdie Neigung unsrer Seelesich Ideen zu erwecken und an der Nachahmung zuvergnügen;" wo beides geschehen kann, Und WSdas Vergnügen dieser JdccNerwerbunq in das Gefüblder Häßlichkeit übergeht, mag die Entschuldigunggelten. Nun aber wissen wir alle, das Gefühlist ;u dieser betrachtenden ContcMplatioN und Jdeen-weckung der dunkelste, langsamste, trägste Sinn;da ec doch im Empfinden der schönen Form derErste und Richter seyn Muß. Er, Ideen undNachahmung vergessend, fühlt nur, was er fühlt;dies regt seine innere Sympathie dunkel aber um sotiefer. Eine zerstörte, häßliche, mißgebildete Gestalt,der zerfleischte Itys, ein Hippolvtus auf Eu-ripides Bühne, Medea in allen Verzerrungen ih-rer Wuth, Philo kt et in den ar sten Zuckungenseiner Krankheit, gar ein Sterbender im Todeskampf,ein Verwesender im Kampf mit den Würmerngrausende Objekte für die langsame fühlende Hand,die statt Ideen'Abscheu und statt Nachahmung dessen,was ist, schreckliche Zerrüttung dessen, was nichtm e hr i st, wahrnimmt. Grausame Kunst! gebil-dete Mißbildung! Wenn der heil. B ar th olom au s