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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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26» H. Antiguarische Aufsätze.

nichts zu nebeln; nasses Gewand gab er ihm,das der Finger dnrchfühle! Das Wesen seiner Kunstblieb der schlanke Leib, das runde Knie, dieweiche Hüfte, die Traube der jugendlichen Brust,und dem äußern Erfordernisse kam man doch auchnach. Es war gleichsam ein Kleid, wie dieGötter Homers gleichsam Blut haben; die Fülledes Körpers, die kein Gleichsam, die Wesen derKunst ist,, war und blieb Hauptwerk.

Ganz anders verhalt sichs mit der Mahlerei),die, wie gesagt worden , nichts als Kleid ist, das ist,schöne Hülle, Zauberei) mir Licht und Far-ben zur schönen Ansicht. Sie wirkt aufFläche und kann nichts als Oberfläche geben;zu der gehören auch Kleider. Für unser Auge sinddiese täglichen Erscheinungen der Wahrheit,des Ucblichen , der Pracht, des schönen An sc hei nswegen werden sie oft gewählt und gemustert, sindder schauenden schönen Welt so viel mehr alsBedürfniß warum sollten sie's nicht auch derschauenden schönen Kunst sepn t Mahlerey kannKleid als das edelste, was es ist, bearbeiten, alsein gebrochenes Licht, ei» Zauberduft fürs Auge,der alles erhöhet, als Nebel und schöne Farbe;warum sollte sie's also nicht thun? Warum müßtesie den Vorzug ihres Sinnes dem Mangel einesfremden Sinnes ausopsecn, mit dem sie nichts ge-mein hat? Würde unter den Händen des Bildnersein Kleid das, was es unter ihren Händen, unterdem Zaubersiygec des Lichts ist, sv wäre er Thor,wenn ers nicht brauchte.