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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II Antiquarische 'Aufsätze.

unter ihrem Himmelsstrich an dichtere Kleider ge-wohnt waren, bei denen das weibliche Geschlechtzum männlichen überhaupt anders stand, als beiden Griechen und die überdem die Statuen untereinem verderbten Bolke fanden, das vielleichtfeinen Untergang mit von ihnen hcrhatte; ich sage,diesen Gothen konnte (auch ihre neue Religion un-betrachtet,) der Anblick der Statuen mit Recht scbrwidrig seyn, daher die meisten auch fo ein unglück-liches Ende nahmen, ohne daß man deshalb vonGothen aufGriechen geradezu schließen müßte. Wennunter uns dies nackte Reich der Statuen plötzlichauf Weg und Steg gepflanzet würde, wie einigeneuere Schöndenker nicht undeutlich angerathen ha-ben: fo muß man von dem Eindruck, den sie daund dem Pöbel (dem Pöbel von und ohne Stande)insonderheit zuerst, machen würden, nicht so fort aufem fremdes Volk ganz andrer Sicken und Erziehungschließen. Ueberhaupt ist züchtig sepn und ge-ärgert werden, Tugend ausbreiten unddie Kunst hassen, schrecklich verschieden, wiedie Folge noch mehr zeigen wird. Hier ist auch dieseAusschweifung schon zu lang; wir reden hier vonKunst und von Griechen, nicht von Sittenund Deutschen. Ich fahre fort.

Wo auch der Grieche bekleiden mußte, wo esihm ein Gesetz auflegte, den schönen Körper, den erbilden wollte, und den die Kunst allein bilden kannund soll, hinter Lumpen zu verstecken; gabs keinMittel, dem fremden Drucke zu entkommen, odersich mit ihm abzuflnden? zu bekleiden, daß dochnicht verhüllt würde? Gewand anzubringen, und