2.'>4 n. Antiquarische Aufsätze.
fühlen wir die fremde, unwesentliche Last. Und nunm der Kunst ist ein Gewand von Stein, En, Holzja im höchsten Grade drückend! Es ist keinSchatte, kein Schleier, gar kein Gewand mehr: esist ein Fels voll Erhöhung und Vertiefung, ein her-abhangender Klumpe. Tbue die Augen zu und tasteso wirst du das Unding fühlen.
In keinem Lande konnte daher die Bildnereigedeihen, wo solche Stcinklumpen nothw.ndigwaren, wo der Künstler, statt schöner und edler Kör-per, Matratzen bilden mußte. Zm Morgenlande,wo man aus sehr guten Gründen die Verhüllungdes Körpers liebte, wo man ihn als Geheimniß be-trachtete, von dem nur das Antlitz und seine Vo-t>,n, Hände und Füße, sichtbar wären, in ihm warkeine Bildnern möglich, ja im jüdischen Lande garnicht erlaubt. Bei den Aegyptern ging sie daher,Trotz des hohen Mechanischen der Kunst, einen ganzandern Weg, seitwärts ab vom Schönen. Bei denRömern konnte sie auch wegen der Toga und Tuni-ea, Thorax und Paludamcnt sich der Nation nieeinverleibcn, um höher zu stngen: sie blieb Grie-chisch , oder ging zurück. In der Geschichte derMönche und Heiligen konnte sie keine Fortschrittethun, denn Mönch und Nonne waren verschleiert,der Künstler hatte statt Körper faltige Sreindeckcnzu bilden. Sowohl der Spanischen als unsrer Trachtmag sich etwa die Mahlcrei, aber wahrlich nicht dieBildsäule erfreuen. Wir haben die Spanische zurRitter-Priester - und Narrentracht gemacht; die un-sre, mit Lappen und Flicken, Spitzen und Ecken,