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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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253
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Lasset uns einige andere Fragen sehen, die zwi-schen beiden Künsten oft aufgeworfen, zum Tbeilschlecht beantwortet sind und sich aus unserm Ge-sichtspunkt sonnenklar ergeben.

Zweiter Abschnitt.

i.

Bildhauerkunst und Mahlerei, warum beklei-den sie nicht mit Einem Glücke, nichtauf Einerlei Art?

Antwort. Weil die Bildnerei eigentlich garnicht bekleiden kann und die Mahlerei immerkleidet.

Die Bildnerei kann gar nicht bekleiden; dennoffenbar verhüllet sie gleich unter dem Kleide, es istnicht mehr ein menschlicher Körper, sondern ein lang-gekleideter Block. Kleid als Kleid kann sie nichtbilden, denn dies ist kein Svlidum, kein Völliges,Rundes. Es ist nur Hülle unsres Körpers der Noth-wendigkeit wegen, eine Wolke gleichsam die uns um-giebt, ein Schatte, ein Schleierl Je mehr es inder Natur selbst drückend wird und dem KörperWuchs, Gestalt, Gang, Kraft nimmt: desto mehr