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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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251
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II. Antiquarisch,? 'Aufsätze. tmr

muß ihm alle Philosophie darüber in Grund'und Wurzel, und als etwas so Einfacheserscheinen, dessen alle das vielfache Geschwätz nichtwerth ist.

Die Bildnerci arbeitet in einander, Einl.lwndes, Ein Werk voll Seele, das da sei, unddaure. Schatte und Mcrgenroth, Blitz und Don-ner , Bach und Flamme kann sie nicht bilden, sowenig.das die tastende Hand greifen kann; aberwarum soll dies deshalb auch der Mahlerci versagtftvn? Was hat diese für ein ander Gesetz, für an-dre Macht und Beruf, als die große Tafel derNatur mit allen ihren Erscheinungen, inihrer großen schönen Sichtbarkeit zuschildern ? und mit welchem Zauber thut sies! Diesind nicht klug, die die Landschastsmahlcrei, die Na-tursiücke des großen Zusammenhanges derSchöpfung verachten, heruntersetzen, oder gar demKünstler Affenernstlich untersagen. Ein Mahler, undsoll kein Mahler seyn? Ein Schilderer, und sollnicht schildern? Bildsäulen drechseln soll er mitseinem Pinsel und mit seinen Farben geigen, wie'sihrem achten antiken Geschmackc behagt. Die Tafeldar Schöpfung schildern, ist ihnen unedel; als obnicht Himmel und Erde besser wäre und mehr aufsich hatte, als ein Krüppel, der zwischen ihnenschlecht, und dessen Kontcrftyung mit Gewalt ein-zige würdige Mahlerei seyn soll.

Bildnerei schafft schöne Formen, siedrangt in einander und stellt dar; noth-w.n ig muß sie also schaffen, was ihre Darstellungverdient, und was für sich da steht. Sie kann