2gst n. Antiquarische Aussätze.
Sinn, also unter Einem Organ der Seele,das Schone in beiden zu schaffen und zu empfinden:also auch dies Schone völlig auf Eine Art, durchEinerlei natürliche Zeichen, in einemRaume neben einander wirkend, nur Eins inFormen, das andre auf der Flache. Ich muß sa-gen , i:h begriff dabei wenig. Zwo Künste im Ge-biet Eines Sinnes müssen auch qradezu subjek-tiv Einerlei Gesetze des Wahren und Schö-nen haben, denn sie kommen zu Einer Pforte hin-ein, wie sie beide zu Einer heraus gingen, und janur für Einen Sinn da sind. Die Mahlereimuß also so scbr skulpturiren, die Skulptur so vielmahlen können, als sie will, und es muß schönseyn: sie dienen ja Einem Sinne, regen EinenPunkt der Seele; und nichts ist doch unwahrer, alsdies. Ich verfolgte beide Künste und fand, daß keineinziges Gesetz, keine Bemerkung, keine Wirkungder Einen, ohn Unterschied und Einschränkung aufdie andre passe. Ich fand, daß gerade je eignerEtwas Einer Kunst sci und gleichsam als einhei-misch derselben in ihr große Wirkung thue, destoweniger lasse es sich platt anwcnden und übertragen,ohne die entsetzlichste Wirkung. Ich fand arge Bei-spiele davon in der Ausführung, aber noch ungleichärgere in der Theorie und Philosophie dieser Künste,die oft von Unwissenden der Kunst und Wissenschaftgeschrieben, alles seltsam durch einander gemischt, bei-de nicht als zwo Schwestern oder Halbschwestern,sondern meistens als ein doppelt Eins betrachtetund keinen Plunder an der Einen gefunden haben,der nicht auch der andern gebühre. Daher nun jeneerbärmliche Kritiken, jene armselige, verbieten-