II. Antiquarische Aufsatze. 247
fühlen-, desto beschwerlicher wird uns der trennendeRaum, desto mehr wollen wir zu ihm. Wehe demLiebhaber, der in behaglicher Ruhe seine Geliebte vonfern als ein flaches Bild ansieht und gnug hak! we-he dem Apollo dem Herkulcsbildner, der nie einenWuchs Apollo's umschlang, der eine Brust, einenRücken Herkules auch nie im Traume fühlte. AusNichts kann wahrlich nichts anders als Nichts,und aus dem unfühleudcn Sonmnstrah! nie warmeschaffende Hand werd.u»
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Jsts einmal erlaubt, über Werk zu redenund über Kun st zu philosophiren: so mußdie Philosophie wenigstens genau scyn, und wo mög-lich zu den ersten einfachsten Begriffen rei-chen. Als das Philosophiren über schöne Kunst ein-mal noch Mode war, suchte ich lange über dem ei-gentlichen Begriff, der schöne Formenund Farben, Büdnerei und Mahlereitrenne, und — fand ihn nicht*). Immer Mah-lern und Bildhauerei in einander, unt.r Einem
*) Falkonetß Gedanken von der Bildhauerkunst,tüders. N. Bibi. d. sch. W. B. 1. St. 1.) sinddie treffliche Vorlesung eines Künstlers, dessen,Zweck es gar nicht ist, die Grenzen zweener Kün-ste philosophisch zu sondern.