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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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U44 H- ArNiguarischc Aufsätze.

mit meiner Theorie des Schonen und Wahren ausdem Gesichte ewig in der Lust, und schwimme mitSeifenblasen. Eine Theorie schöner Formen ausGesetzen der Optik ist so viel als eine Theorie derMusik aus dem Ge sch macke.Die rothcFarbe, scigtc jener Blinde, nun begreife ich sie,sie ist wie der Schall einer Trompete;" und ge-rade das sind viele Abhandlungen der Aesthetik ausandern in andre Sinne, daß man zuletzt nicht weißwo oder wie man dran ist?

Man klafsisicirt die schonen Künste ordentlichunter zwei Hauptsinne, Gesicht und Gehör;und dem ersten Hauptmanne giebt man alles wasman will, aber er nicht fodert, Flachen, For-men, Farben, Gestalten, Bildsäulen,Breter, Sprünge, Kleider. Das manBildsäulen sehen kann, daran hat niemand gezwci-felt; ob aber aus dem Gesicht sich ursprünglich be-stimmen lasse, was schöne Form ist? ob dieser Be-griff den Sinn des Gesichts für seinen Ursprung undOberrichtcr erkenne? das laßt sich nicht blos be-zweifeln , sondern gerade verneinen. Lasset ein Ge-schöpf ganz Auge, ja einen Argus mit hundert Au-gen hundert Jahr eine Bildsäule besehen und vonallem»Seiten betrachten: ist er nicht ein Geschöpf,das Hand hat, das einst tasten und wenigstens sichselbst betasten konnte; ein Vogelauge, ganz Schna-bel, ganz Blick, ganz Fittig und Klaue, wird nievon diesem Dinge als Vcge! Ansicht haben. Raum,Winkel, Form, Rundung lerne ich als solche inleiohastcr Wahrheit nicht durchs Gesicht erken-nen! geschweige das Wesen dieser Kunst, schöne