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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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222 II. Antiquarische 'Aussätze.

Sie, deren Stab nie falsche Krümme schwächte,Sie, deren Gang nie seine Bahn verlohr.

Du büßest, sprach sie und erhob die Rechte,

Du büßest, was du sündigtest zuvor.

Brie Tantalus einst in der Götter Freuden,Mußt, arme Kunst, du jetzt tantalisch leiden.

Nach Früchten langend, die vor ihnen blühen,Nach Wasser lechzend, das sie rings umfließtSieh, wie den Durstge» dort die Wellen fliehen.Der Mode Krug, wie er sie schaumend gießt!Wie Nebel hier sich vor die Früchte ziehen,

Und trinkend auch die Lippe nicht genießtJxion gleich, umarmend sie die Here,

Sie mahlen aus Homer, nicht wie Homere.

Erdulde, Kunst, was einst du ausgeübet!"Ich bins, sprach Amor, der sie kühn vertritt!Wer liebend fehlte, gnug, er hat geliebct!

Ich steile mich für sie zum Bürgen mit.

Erfreuen soll sie, wen sie je betrübet,

Beglücken, wer durch ihren Jrrthum litt.

Den Kranz, den Ich und Carita vollenden,Empfangt die Menschheit einst aus ihren Händen.

Anbeten soll sie Niemand; sehn und liebenVerstehn, und strebend auf zum höchsten Ziel,Nein anerkennen, was in ihm geschrieben,

Nur wirkend wird zum seligsten Gefühl;