II. Antiquarische Aufsätze.
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Verdienste sollen lebend sich erneuen;
Was will der Marmor an des Grabes Rand?Im Angedenken edler Nationen,Im Steine nicht, muß ihr Andenken wohnen.
„Der Marmor sinkt; das Brustbild wird verschwitzet;Die Inschrift, die cs nennt ist ohne Spur;
Was einzig uns Unsterblichkeit beschützetIst Deine Kunst, o Künstlerin Natur,
Die I m m er l e b e n d c, die wärmt und nützet,(Das thatigste ist Ihr das Beste nur;)
Die Kunst, sprach Carita, die zart in Flammen -Au jedem Schicksal Menschen schmilzt zusammen.
Da stand vor ihnen, der sie beide liebte,
Der Menschheit und der Künste Genius.
Gott Amor. „Freundin, was. den Sinn dir übte,War Vorspiel nur zu höherem Genuß;
Und das, was Psychen krankt, was sie betrübte,Wird Beiden Euch der Freuden Ueberfluß.
Die Gottheit spricht: „Mit aller Völker HändenSoll ein Pygmalion das Werk vollenden.
„Wie Götter einst zu Menschen niederstiegen,So edle sich die Menschheit Götterglcich.
Die Regel, die die Kunst ersann, wird siegenIn der Vernunft, wie in der Formen Reich.