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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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216
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sr6 II. Antiquarische Aufsätze.

Und Alles wird sich hold zusammenfügenZu Einem Kunstgebilde, Sich nur gleich.Nimm diesen Kranz; er schützt Dich vorm Veralten;Nur Mcnschcnwohl kann Künste jung erhalten."

Die alte Kunst sprach:Deine süße Lehre

Belebt mich selbst zur Psyche-Carita.Verjünget fühl' ich mich: denn ich gehöreWit meinem Werth den Menschen, ihnen nah.Die hohe Regel, die ich lieb' und ehre,

Steht ihrer weiten großen Schöpfung da.

Die höchste Kunst, zu der sich Herzen wenden,Die Göttliche kann Liebe nur vollenden."

Sie sprachs. Unsichtbar stand an ihrer Seite,Gehüllt in Nacht, die dumpfe Barbarei;

Tiefbrütend, was des Schicksals Spruch bedeutePygmalion erschafft die Künste neu,

Daß froh verjünget Jede höher schreite,

Von Dunst und Trug und Vorurthcilen frei."'

Sie schwört bei sich, das Werk wo nicht zu hin-dern ,

Doch, kann sic es, zu säumen und zu mindern.

Ende des ersten Gesanges.