I. Zur rcmischen Literatur. >^9
Gattung lasse ich ihre Regeln wie ihre Namen; soübcrbringe ich auch, Tochter der Themis, DeineAussprüche, dune Befehle. Ich überreiche sie Jedemwie er es verdient, nach Person und Sache; Demleichtsinnig, Jenem ernst; Dem lächelnd, dem la-chend, Dem spottend, dem Caliban zwickend —
Kritik. Du bist also mein Ariel, Nichte.
Ironie. Der werde ich stets willig zu dei-nem Dienst sevn; jederzeit auf die leichteste Weise.Vorzüglich werde ich in der Konversation, imGespräch, im Sermon, in der Erzählung,am liebsten im Roman, der alle sie verbindet,meine Rolle spielen. Meine größesten Lieblinge,Sokrates und Lucian, Hvraz und Galia-ni, Cervantes, A dd i s so n , Swift, Vol-ta i r e, S t e r n e zeigten sich in dieser -Manier;wie viele müßte ich deren noch nennen, wenn ichAller Namen nennen wollte! Meinen Jean Paulindeß vergesse ich nicht, in dem, nebst seinem eig-nen , Swist' s , Fieldings und Sterne'sGeist mit einander ihre Wirthschaft treiben. Künf-tig sep mein erstes Geschäft, de» Misbrauch meinesehemaligen Namens nuszurvtten, und die mancher-lei Würdigen, die der Name beschimpft Hot, ausGrundsätzen der Kunst selbst zu rehabitilircu. Die-ser Name, er erinnere an den Satyr oder andie B ro c ken s c h a l e (lanx xntura) er werde mity oder mit i geschrieben ist mir fortan zuwider.
Kritik. Und warum zeigtest du dich mirdann mit der verhaßten Geißel?