I. Zur römischen Literatur.
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Satyre. Ich also deine Nichte. Sophron*)ist sein edler Name. Er änderte auch den Meinen;ich heiße nicht mehr Satyre.
Kritik. Wie dann?
Satyre. Frage ihn darum selbst.
Sophron. Sie ist mcine Tochter, ein Kindmeiner fröhlichen Jugend. Ihre Mutter, die Nym-phe Euphrosyne, vernachlaßigte ihre Erziehung;sie hat sich aber nachher, (das Zeugnis kann ich ihrnicht versagen) mancher Unart tapfer entwöhnet.Erkenne sie als deine Nichte,' Schwester; sie kanndir dienen.
Satyre. Ironie nanntest du mich, Vater,im edcln Sinne der Griechen. „Ich muffe keineGattung, sagtest du, sondern nur eine Art oderFigur ausmachen wollen. Seit ich zu diesem be-scheidnen Selbsterkenntnis; gebracht war, habe ich al-,le meine Bemühungen dahin geordnet. Du zeigtestmir die Thorheit meiner vorigen Anmaßungen, Va-ter, und noch mehr. Das Persiflage z. B. alseine Art vornehmen oder über seinen Jargons, derin üppige, schiefcultivirte Zeiten gehöre; den soge-nannten Humor, der sich gehen laßt, wie ihn derWind treibt, als eine gut' oder böse Laune,die doch auch Regel und Umriß haben müsse, odersie werde, selbst bei den interessantesten Charakteren, ,
*) Nüchterner Verstand.