I. Zur römischen Literatur.
Kritik. Die Alten nanntens Ironie, undgaben ihr einen weit grösseren Raum, als dieserselbst zu persiflirende Name ibr je geben könnte. Erwird mißverstanden und mißbraucht, selbst von de-nen, die ihn am öftersten gebrauchen.
Satyre. „Nichts sey leichter, sagte meinVetter, als aus zischen, au sp fe i ffen; eskünde aber dies unhöfliche Zeichen nichts an, alslautes AAißfallen. Das Pfeifchen hingegen, das ac-compagnirt, bemerke und bezeichne die Stellen desFehlerhaften lcife." Er pries mir also vor Allenmeinen Freund Horaz an, Horaz den Scrmonen-und Vrieffchreiber, Horaz den angenehmen Eonvi-valen. „Eine Spötterei, die sich dem, dem sie gilt(äußere Rücksichten abgerechnet) im fröhlichen Ge-spräch nicht ins Gesicht sagen lasse, sey selten einguter Einfall," sagte mein Onkel. Höhnenden Ne-ckereien, dem Kneifen untepm Lisch bei freundlichemGesicht war er äusserst feind; solche Bübereien wa-ren ihm verächtlich. „E o n fa b u l a t i o n, mcynteer, Sermon, Unterredung müsse der Scherzseyn, der gefallen und bessern will; auch die streng-ste Wahrheit könne man lächelnd kräftiger sagen, alsder Eifer in Kanzelsermonen."
Kritik. Darinn hatte dein Vetter sehr recht.Selbst Deines Swifts zerreißender Witz, so sehrmich sein Verstand ergötzte, hat mich immer em-pöret.
Satyre. Höre, wie der Arme dazu kam, anmeinem Beispiel. Ich ging mit meiner .Ironie