I. Jur römischen Literatur. igZ
Kritik. Ein gefährliches Spiel! Es läßtGroll und Feindschaft im Herzen nach. Außer demKreise unschuldiger Menschen und fester Freunde blei-be es den Wilden.
Satyre. Und doch liebten Deine Griechenbas Scherbengericht übermächtiger oder übcr-müthiger Personen sehr —
Kritik. Zu einer Zeit, da sie auch noch, we-nigstens hierin», ein wenig Wilde waren.
Satyre. Die alte Komödie detomponir-t« den Helden; das salyrische Stück, das den Hel-denspiclen folgte, gab dem kühnsten Spott Raum—
Kritik. Fahre fort in Deiner Geschichte.
Satyre. Gewiß wäre ich mitNieiner Carri-catur - Mimik und dem Tadelspicl zu Grun-de gegangen, hätte mich Äkcht ein MaNN ausgenom-men, der sich meinen Vetter nannte; Ausländergrüßten ihn mit dem Namen LI 6usro.
Kritik. Der Geschmack, dein Onkel?
Satyre. Er entwöhnte mich von lcetcn Gäf-feteien des Lächerliche» sowohl als von Grimassender Nachäffung, so auch vom groben Tadel. MitHebebäumcn, Meynte er, müsse man niemand we-der zu Tode kitzeln, noch im Spott zu Boden schla-gen; also lernte ich von ihm zuerst die Kunst, fei-nere Fehler zu entdecken, Thorheiten feiner zu zer-gliedern, falschen Glanz zu zerstreuen u. f. Sienennen es jetzt Persi flage.
Herders Werke Lit.u. Kunst. Xl. N
Köm Kit.