I. Zur römischen Literatur. r?5
Ein Bock und eine Kuh und das gedultge SchafGesellten sich zum Löwen auf die Jagd.,
Sie singen einen großen feisten Hirsch,
Und wollten theilcn. Höret, sprach der Leu:
Vier Theilc liegen da; den ersten nehm ich mir,Dieweil ich Lowe bin: den zweiten gebt ihr mirDem Starkem: gleichfalls kommt der dritte mir zu
gut,
Weil auf der Jagd das Meiste ich gcthan;
Und wer den Vierten will, der messe sich Mit wir.So nahm er alles den Verbündeten.
«.
Der verspottete und gerächte Hase.
Wer andern Rath giebt und sich selbst nicht rath,Der ist ein Thor. —> Davon Hort diese Fabel.
Ein Hase, von des Adlers scharfen KlauenErgriffen, seufzte laut und bitterlich.
Ein Sperling flog vorbei und zischt ihn aus:Ey doch wo ist nun deine Schnelle? wie,
Daß du dein Fluchtpanier jetzt nicht ergreifst?Er sprachs; da faßt ihn Unvecmuthet selbstDer Habicht und verzehrt den Wimmernden.In letzten Zügen sechs der Hase nochZum Trost in seinem Tod, und sprach zu sich:Wohl mir! Mein Spötter stirbt denselben Tod.