I. Zur römisch,» Literatur.
Und allen ungewohnte Bürde war.
Und da sie dieses klagten, sprach Aesop:
Die Frösche schweiften einst im freien SumpfNach Herzenslust; da baten sie vom ZevsGroßen Geschreis sich einen König, derDie ausgelaßncn Sitten bändigte.
Der Gott der Götter lachte, und gab ihnenEin Stöckchcn, das, da es ins Wasser klatschtAufschrccket und erregt die Fürchtenden.
Jndeß steckt' cs im Kcth und steckte lang,
Bis allgemach ein kühnes Fröschchen leiseDen Kopf ausrecket, und den König ausspäht;
Und ruft die andern alle keck hervor.
Dreist Hüpfen sie nun in die Welt heran,
Und Hüpfen muthig auf den König Stock,
Besudeln ihn mit sider kleinen SchmachUnd senden andere Gesandschaft aufZum Jupiter, um einen andern König:
Der den sie jetzt besaßen, tauge nichts. —
Da sandt' er ihnen denn die Schlange, dieMit scharfem Zahn sie nach einander griff.
Vergebens fliehn die Unbewaffneten
Dem Tobte; Furcht nimmt ihnen Stimm und Laut.
Nun geben insgeheim sie dem Merkur
Auftrag an Zevs, daß er den Leidenden
Beistehe. Aber also spricht der Gott:
Weil ihr denn euer gutes Schicksal nichtErtragen konntet, tragt das Böse nun.
Auch ihr denn, sprach Aesop, tragt euer Weh,
Daß euch nicht gar vielleicht noch weher werde.«