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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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161
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I. Zue römischen Literatur. i6r

Wollt* er ein Schiff zu lenken sich untcrwinden : der

Seegott

Riefe vom Meer auf: Menschen, ihr habt die Welt

verkehret.

Aber hat dich Weisheit gelehrt, durchs Leben gerade,

Fest zu gehen; der Wahrheit Schein, das güldene

Kupfer

Schon im hohen Klange vom Golde zu unterscheiden,

Hast du, was dir zu thun ist, hast du, was du

lassen,

Jenes zuerst mit Kreide, dir dies mit Kohlen be-zeichnet ,

Hast der Wünsche nur wenig, ein enges Haus, und

den Freunden

Bist du lieb; und kannst dein Kornhaus schließen

und aufthun,

Kannst vcrrathen den Pfenning, der angcnagclt im

Koth ist,

blNd verschmähst zu schlucken des Reichen Speichest

Wohlan! magst

Du dir sagen und wahr es sagen: das habe, das

kann ich :

So bist du der Freie, der Weise, den nicht der

Pralor,

Den der gütige Jupiter selbst zum Freien gemacht

hat.

Aber heuchelst du uns und da du kürzlich von un-fern,

Schrot und Korn noch warst, die alte Haut dir noch

lieb ist,

L Köm. Krt»

HerdersWerke Lit. u. Kunst. XI.