l6n I. Zur römischen Literatur.
Wird ein Stoiker hier mit seinem in heissendem Essig
R.mgespielcnn Ohre sagen: ich nehme den Satz an;
Aber die Worte: „vergönnt: wie er will, zu
leben, die lass weg!"
Denn seitdem ich mein eigener stnrr vom P äwr
hinwegging
Warum sollte mir nicht, was ich nur wollte,
vergönnt seyn c
Ausser, was die Gesetze mir untersagen-Und also
Hör' und lerne! (Doch laß die zornige, rüm,?s>nde
Miene,
Wenn ich dir auch ein Wörtchen, das dir die Amme
gesagt hat,
Aus der Seele muß reissen.) Es lag mit dem Amte
des Praters
Nicht, den Narren die feinsten Pflichten und Gründe
zu lehren,
Ihnen den besten Brauch, des flüchtigen Lebens zu
geben;
Eher stimmetcst du die Harfe zu Esclshanden,
Und die Vernunft tritt selbst entgegen und lispelt
ins Ohr dir:
„Keinem ist es erlaubt, zu thun, was er machend
verdürbe!"
Das lehrt alles Menschengeseh und alle Natur dir:
„Was unwissende Schwache nicht thun kann, sey
ihr verboten!"
Wäge die Nieswurz ab zur Arzney, und wisse den
Punkt nicht,
Wo es genug ist; die Kunst der Arzney verbeut sich
von selbst dir.
Jener gestiefelte Bauer, der nicht den Morgenstern
kennt,
Wollt'