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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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i56 I. Zur römischen Literatur.

Zeigen! Klopf' hier an! Du unterscheidest, was

hohl tönt

Oder voll ist; du weißt, wie Wahrheit und die ge-wählte

Zunge reden. O hier, hier möchl' ich gerne mir

hundert

Stimmen wünschen, es rein zu sagen, wie sehr

ich in allen

Winkeln meines Herzens Dich festgchestct mir habe,Aufzuschlicßen in Worten, was im geheimsten Ge-fühle,

Mir, wie ein unaufzeigbarer Schatz liegt.

Als ich ein Jüngling

Kaum die Purpurtoga, die Hüterin meiner zartenSchüchternen Kindesjahre bahingelcgt und die BullaMeinen Laren geweiht; als schmeichelnde, leichte

Gesellen

Und mein weisscs männliches Kleid mir völlig cr-

crlaubtcn,

Rings die Augen umher nach einer Lais zu werfen.Auf der zweifligen Stelle der Jugcndruse, wo öftersDas des Lebens unkundige Herz mit Zittern auf

Irren,

Auf Abwege gerath; da gab ich Dir mich; ZarteJünglinge nimmst du auf in deinen Sokratischen

Busen,

O Cornutus, und legst an ihre verzogene SittenUnvermerkt dein Richtmaas und machst sie spielend

gerade.

Nur ine Vernunft muß an sie setzen; da ringet die

Seele

Won der Vernunft besieget zu seyn, als Künstlerin

formt sie