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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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154
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I. Zur römischen Literatur.

Persius fünfte Satyre.

1.14

Ein Gespräch mit seinem Lehrer Cornurus.

Cornutus.

Dichter machen cs so: sie wünschen hundert der

Stimmen,

Hundert Mäuler und Zungen sich her zu hundert

Gedichten;

Mögen sie jetzt ein MahrchcL dem traurigen, tragi-schen Spieler

Herzukcuchen geben; wie oder die Wunden des Par-

thers,

Der sich den Pfeil aus der Schaam zieht--

Aber wozu das? wozu

Solche Bissen vom Ricsengedicht den Leuten ins

Maul zu

Werfen, daß sie dazu wohl hundert Schlünde be-gehrten?

Will der Spieler erhaben reden, so mag er die

Wolken

Helikons lesen, wenn ihm der Progne, wenn ihm

Thycstcs

Blutiger Brate noch etwa dampft; ein Brate von

dem der

Abgeschmackte Glyko sehr oft muß speisen.

D u biss nicht

Einer der Art! Du treibst, auch wenn die Masse

beim Fcu'r kocht,

Nicht mit Blasebälgen die Winde zusammen, du

gehst nicht