I. Zur römischen Literatur. »53
Wohl! wenn aber ein Geldhauf plötzlich dir ins
Gesicht kommt
Oder die schöne Nachbarin dich licbfreundlich herbei-winkt ;
Schlagt da ruhig dein Herz? — Es wird ein kaltes
Gericht von
Hartem Gemüse dir vorgesetzt und Brot, wie das
Volk ißt;
Gelt! dir schmerzet der Gaum? man muß im Schlun-de dir nachsehn.
In dem zarten Munde mag ein Geschwürchen wohl
Hecken,
Das doch gar nicht fein ist, mit Volkesborsten zu
kratzen. —
Oder du frierst vor Furcht! dir sieben die Haare zu
Berge.
Nun kocht wieder dein Blut vor Zorn', als hatten
es Fackeln
Angezündet! Die Augen flammen! Du sprichst und
du thust ja,
Daß Orestes der rasende selbst für rasend dich biel-