Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

I. Zur römischen Literatur. iZr

Wagen Worte mit vorgeworftner Lippe. Dem Traum

des

Kränkelnden Alten sinnen sie nach: Aus Nichten

wird Nichts!

Nichts wird wieder zu Nichts!" Und darum blaßcst

du ab dich?

Darum kann sich ein Mensch das Mittagessen ver-sagen ?

Jedermann lacht über die Possen und unsere junge

Helden rümpfen mit lautem Gelachter die Nase.

Hör' ein Mährchen, Es war ein Kranker, der eilig

den Arzt rief:

Ey doch, sehen Sie zu! Mir schlagt das Herz so

gewaltig!

Und die Dünste steigen mir schwer zum brennenden

Hals' auf.

Sehen sie doch ja recht!" Der Arzt verordnet' die

Ruh ihm.

Als am dritten Tage der Puls ihm sanfter zu gehn

schien,

Ließ er aus bester Hand ein Fläschchen lieblichen

alten

Surrentiner sich holen und schickt damit sich zum

Bad' an.

Bald erblickt ihn der Arzt^O weh, Sie sehen so

blaß aus!

Und was machen Sie?"Gut, recht gut!"Sie

nehmen in Acht sich!

Halten es nicht gering'! Die Haut fallt Ihnen

ins Erdfarb - -