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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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i5o I. Zur römischen Literatur.

Lernt, ihr Elenden, lernt! Die Natur der Dinge

zu forschen:

Was wir sind? und wozu wir geboren wurden?

den Rangort,

Den die Natur uns setzte! wie fein das Wenden

ums Ziel sey!

Und warum es so sey? wie weit uns Wünsche ver-gönnt sind?

Auch im Geld! Wozu der harte Thaler zu nutzen?

Wie viel man für Freunde, dem Vaterlande zum

Besten,

Man aufopfern müsse mit Anstand? Wer in der

Menschheit

Du sollt seyn und wohin dein Gott dich weise ge-setzt hat?

Dieses lern' und beneid' cs nicht, wenn jener Ge-richtssprach

Viele gefüllte Fässer in seinem Keller bereit hat,

Weil er fette Umbrer vertheidigte. Neid' es ihm

nicht, wenn

Ihm sein Marser-Klient jetzt Pfeffer, Schinken

und frische

Salzsisch' sendet, wenn er noch kaum die alten ver-zehrt hat.

Hier wird etwa Einer der bockigen Eenturionen

Sagen:ich weiß mir gnug!" Ich mag kein gräm-licher Solon,

Kein Areesilas seyn! Mit niedergeschlagenen Augen

Gehn sie, steifen Halses, umher und sprechen da

murmelnd

Mit sich selbst, als ob sie die stille Wuth verfolgte: