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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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146
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ig6 I. Zur römischen Literatur.

Freund, was machst du? Die hohe Sonne brennet

die Felder

Längst; ruhet das Vieh schon unter den Schatten

des Ulmbaums

Ist es möglich? (ruft der Gesellen Einer), so spät

schon!

Und ist keiner zu sehn von meinen Leuten? nicht

Einer?

Heida!-^ Man möchte bersten, es möchte die Galle

zersprengen!"

Nun, drum schreibst du auch wie ein Arkadischer

Esel.

Jetzt gehts endlich ans Buch! Die feingeglättele

Tafel,

(Weiß und gelbe) Papier und Feder muß in die

Hand nun;

Aber o weh! die Feder, sie will nicht schreiben.

Es ist die

Tinte zu dick, jetzt wieder zu dünn'! Es ist zu viel

Wasser

Zugegvsscn und jetzt schreibt gar die Feder gedoppelt.

Armer Tropf! und armer von Tag zu Tage! So

weit ists

Mit dir! Und warum laßt du dich lieber nicht wie

ein Täubchen, '

Wie ein Königssöhnchcn mit niedlichen Bißlcin füt-tern ?

Oder schrcvest und willt der lullenden Amme nicht

schlafen?-