I. Zur römischen Literatur. 146
Er, ein Aedil, zu Aret mit eignen Händen ein
falsches
Kornmaas brach; auch der, der Rechenzahlen und
Meßkunst
Fein verspottet, und hat so seine größcste Freude,
Wenn einem Eynikcr dort eine junge Metze den
Bart rupft,
Der les' Morgens Edikte; *) nach Mittags gebe ich
ihm eine —
Kallirrhoe--
Persius dritte Satyre.
Aufruf eines Stoikers an den verdorbenen junge» römi-schen Aoel zu nützliche» Studien des Lebens.
Das heißt emsig! Es scheint der Helle Morgen ins
Fenster,
Alle Ritzen und Spalten sind seines weiternden Lichts
voll;
Und wir schnarchen! Als ob wir den unbezähmbar-sten Falerner
Schwer ausdampfen müßten, indcß der Mittag her-
annaht.
*) Oeffentliche Anschläge, bei uns Jntelligenzblätter,Journale, modische Zeitungen u. f.
Herders Werke Lic. 11. Kunst. Al. K Köm. L-'t.